Ein prächtiges Programm hatte die St.-Antonius- Schützenbruderschaft Suttorf am Samstag wieder auf die Beine gestellt. Das ist ja eigentlich schon gute Tradition. Tanzgarden, Showtanzgruppen, Büttreden und Schunkelrunden wechselten sich im Forum der Gesamtschule ab. „Ihr seid wieder so toll und bunt verkleidet“, freute sich der Vorsitzende des Karnevalskomitees Andre Wiening bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste, die das Forum füllten. Begleitet vom Spielmannszug Berge aus Emsdetten und der Tanzgarde der Bergfeen aus Altenberge zogen die Sitzungspräsidenten Johannes Brüggemann und Charly Töns sowie das Karnevalskomitee in das Forum ein.
Das Motto in diesem Jahr lautete „Suttorf olé – Piggen auf Malle-Tournee“. Dementsprechend waren sowohl Bühne als auch die Sitzungspräsidenten dekoriert. Kurze Hosen, Tennissocken in Turnschuhen und bunte Hemden. Vom rosa Flamingo als Schwimmhilfe über die grüne Luftmatratze bis hin zum bunten Schwimmring für Übergrößen war alles auf der Bühne, was der Malle-Urlauber so braucht. Ein kleines Rätsel allerdings blieb anfangs der ausgehöhlte Kürbis auf der Ecke eines Tischs.
Mit dem Einzug von Elferrat und Prinzenpaar Uwe II. und Petra I. Flüchter, angeleitet von Zerri Martin Höffker, ging es schwungvoll weiter. Der gediegene königliche Ehrenwalzer ging nach wenigen Takten in einen flotten Discofox über. Die Bergfeen begeisterten im weiteren Programm mit ihrem zackigen Gardetanz. Und danach löste sich auch das Rätsel um den Kürbis. War doch eine Nordwalder Delegation beim Winterfest der Entruper in Altenberge gewesen und hatte den „geistreichen Kürbis“ dort gewonnen. „Wie man sieht, aufgeklappt ist er innen hohl“, so der Gewinner. Der Verstand sitze halt in den Nordwalder Köpfen. Ein bisschen nachbarschaftliche Stichelei musste sein.
Die erste Büttrede hielt Christian „Tata“ Schmitz, der als wortgewandter Säugling mit seiner Entstehungsgeschichte von der Zeugung über die Geburt bis hin zu seinem derzeitigen Stand im zarten Alter von vier Wochen erzählte.
Ganz besonders aufgeregt waren beim nächsten Auftritt die Eltern und Trainerinnen der „Suttorfer Küken“. Seit langer Zeit gibt es wieder eine Kindertanzgruppe im Karneval der Antoniusschützen. Die jüngste Mitwirkende ist gerade erst vier Jahre alt geworden. Sie wurde dann auch immer ein bisschen von hinten in die richtige Richtung gesteuert und schaute doch genau hin, was die größeren Tänzerinnen so machten. Das klappte schon ziemlich gut.
Mit Ehrungen auf der Bühne ging es weiter. Da hagelte es Orden für Jubelprinzenpaare, das Königspaar, Vertreter der Kirche und den neuen Bürgermeister Oliver Hordt. Verkleidet war er als Zirkusdirektor oder Amtmann? „Das könnte beides manchmal gar nicht so weit voneinander getrennt sein“, stellte er dazu fest.
Als Showtanzgruppen traten noch die Nordwalder Lokalmatadoren „Skyfire“ und „Taktlos“ auf. Weitere Büttreden hielten Moni Weischer und Ute Anders sowie die Kintrups, die in ihren Liedern so manches aufs Korn nehmen. Zwischendurch hatte der Spielmannszug Berge noch einen Auftritt. Nach dem gemeinsamen Finale war Party angesagt und am Sonntag folgte noch der Kinderkarneval an gleicher Stelle.